Physiknobelpreis 2014 für Begründung der modernen LED-Lichttechnologie

Drei japanische Wissenschaftler, die den Grundstein für die Entwicklung moderner LED-Leuchtmittel setzten, erhielten den diesjährigen Nobelpreis für Physik.

Die japanischen Forscher Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura, die mit ihrer Forschungsarbeit die moderne Lichttechnik revolutionierten, haben in diesem Jahr dafür die höchste wissenschaftliche Auszeichnung erhalten – den Nobelpreis für Physik. Die blaue LED, die sie vor rund 20 Jahren entwickelten, war das Puzzleteil, das noch zur Erzeugung von weißem LED-Licht fehlte. Die Erfindung machte Produkte möglich, die heute jedem im Alltag begegnen und für den Umwelt- und Klimaschutz von hoher Bedeutung sind. Lampen und Leuchtmittel mit weißen LEDs sind äußerst energieeffizient und haben eine extrem hohe Lebensdauer.

Die außerordentliche Leistung der japanischen Wissenschaftler bestand darin, dass sie konsequent und unbeirrt daran forschten, mittels Galliumnitrid-Halbleitern blaues Licht zu erzeugen. Die ersten Lichtquellen mittels Leuchtdioden aus anorganischen Halbleitern lieferten nur rotes, gelbes und grünes Licht. Um weißes Licht zu erzeugen, fehlte noch die LED, die den blauen Anteil des Lichts emittiert. Während andere Forscher wegen auftretender Schwierigkeiten sich von Galliumnitrid abgewendet hatten, glaubten die drei Japaner fest an diesen Halbleiter. Schließlich im Jahr 1986 gelang es den Forschern, entsprechende Kristalle herzustellen, mit denen blaues Licht erzeugt werden konnte. Nach Verbreitung dieser Nachricht folgten andere Wissenschaftler schnell. Verschiedenfarbige Leuchtdioden wurden nun miteinander kombiniert, die Voraussetzung für eine breite Anwendung von weißem LED-Licht war geschaffen.

Die sehr stromsparenden und langlebigen LED-Leuchtmittel sind heute allgegenwärtig und verdrängen fortwährend die alte Glühbirne und die wegen ihres Quecksilbergehaltes umstrittene Energiesparlampe.

Quellen: FAZ; die Zeit.